a2b music
Ein firmeneigenes sicheres Datenformat, von AT&T entwickelt; basiert auf >AAC.

AAC
Wie MP 3 ist Advanced Audio Coding ein Kompressionsalgorithmus beruhend auf MPEG-2-Standard, ist aber nicht kompatibel zu
MP3. AAC ist effizienter als MP 3, da es weniger Speicherplatz bei gleicher Audioqualität besitzt. Es wird im Audioteil des MPEG-4-Standards Verwendung finden.

A-DAM
Erste semiprofessionelle digitale Mehrkanalbandmaschinen von Akai, sozusagen der Wegbereiter für ADAT von Alesis und DA-88 von Tascam.

A/D
Abk. für Analog/Digital.

A/D-Wandler
Abk. für Analog/Digital-Wandler.

AAA
Gebräuchliche Kodierung zur Information über das gesamte Aufnahmeverfahren einer Produktion. Der erste Buchstabe bezieht sich auf das Aufzeichnungsverfahren, der zweite auf die Abmischung und der dritte auf das Master. A steht für analog, D für digital. Somit haben wir bei AAA ein rein analoge, bei DDD eine durchgehend digitale Produktion vorliegen. Die Kodierungen AAD und ADD erklären sich von selbst.

AB-Stereophonie
Spezielle Anordnung von zwei Mikrofonen, um Laufzeit-Stereophonie zu erzeugen. Dabei sollen deren Winkel zueinander und Abstand voneinander eine möglichst natürliche Stereowiedergabe ermöglichen. AB-Stereophonie wird vorwiegend für Orchesteraufnahmen eingesetzt. Im Gegensatz zur Multimikrofon-Aufnahme ist bei der AB-Stereophonie keine Abmischung möglich, bzw. erforderlich, da die Position der Mikrofonkombination die Klangqualität ausmacht.

Abmischung
Zusammenführen und Bearbeiten der einzelnen Audiosignale zu einem Stereo- oder Surroundprodukt Für die Abmischung von Band- oder Sequenzerspuren, Mikrofonsignalen oder anderer Eingangsgrößen benötigt man ein Mischpult, Effektgeräte (sofern nicht im Mischpult integriert) eine Stereoendstufe und möglichst gute Studiolautsprecher.
Die Abmischung ist ein ebenso künstlerischer und kreativer Vorgang wie das Komponieren und Interpretieren und möglicherweise der wichtigste Vorgang in der Kette der Musikkreation. In der Audioindustrie sind herausragende Tontechniker mindestens ebenso berühmt wie die Stars, denen sie zu Ruhm und Erfolg verhelfen.

Abschirmung
Kupfer- oder Aluminiumgeflecht im Aussenmantel eines Audiokabels, das die Tonader vor Störungen durch elektrische Felder schützt. Die Abschirmung ist mit dem meist geerdeten Gehäuse (Chassis) der Geräte verbunden, was jedoch zu Brummschleifen führen kann. Abhilfe schafft hier oft das einseitige Lösen der Abschirmung, damit die Geräte nicht zweimal miteinander verbunden sind.

Absorber
Schallschlucker. Je nach Material (Teppiche, Vorhänge, Schaumstoffplatten) und Oberflächenbeschaffenheit werden gewisse Frequenzen besonders stark absorbiert.  

Abspielliste
Play List: Programmierbare Liste von Passagen oder Segmenten beim Harddisk-Recording, die bestimmt, in welcher Reihenfolge diese ausgelesen bzw. abgespielt werden.

Absturz
(Crash) eines Computers. Tritt nach Murphy's Gesetz immer dann auf, wenn man wichtige Daten noch nicht gesichert hat.

Abtastauflösung
> Amplitudenauflösung.

Abtasten
< sample; Umwandlung eines analogen Signals in ein digitales. Siehe auch Analog/Digital-Wandler.

Abtasten und Halten
> Sample & Hold

Abtastfrequenz
> Sampling-Rate; Frequenz, mit der ein Audiosignal beim Prozess der Analog/Digital-Wandlung abgetastet wird.

Abtastrate
> Abtastfrequenz und > Sampling-Rate.

Abtasttheorem
Anderer Name für Nyquist- (auch Shannon-) Theorem. Es besagt, daß sich ein Audiosignal in eine Abfolge von zeitdiskreten Impulsen konvertieren läßt, wenn es mit einer konstanten Rate abgetastet wird. Dazu muß die Sampling-Rate mindestens doppelt so hoch sein, wie die höchste im analogen Signal enthaltene Frequenz. Andererseits darf dieses Audiosignal keine Frequenz enthalten, die höher ist als die halbe Sampling-Rate.

Abwärtskompatibel
Da die Entwicklung von Geräten und Software stetig vorwärts schreitet, ist es oft nicht möglich, Daten von Vorgängerversion zu verwenden. Der Begriff "abwärtskompatibel" garantiert, dass die neueste Version mit Daten oder auch Hardware der Vorgängerversionen arbeiten kann oder zumindest eine Importmöglichkeit bietet.

AC
Abk. für Alternating Current (engl. für Wechselstrom).

AC-Hum
Engl.: Netzbrummen, ein Brummen, das vom Wechselstrom verursacht wird (in Deutschland 50 Hz).

Accompaniment
Begleitautomatik. Funktionen oder Stand-Alone-Geräte, die ausgehend von melodischen oder rhythmischen Vorgaben Begleitpatterns erzeugen. Diese können aus Schlagzeug, Bass und einem Begleitinstrument wie Orgel oder Gitarre bestehen. Die Begleitautomatik kann unterschiedlich komplexe Muster generieren.

Acknowledge
Engl.: Bestätigung, Rückmeldung, Abk. ACK. Bestandteil des Datentransfers (z. B. MIDI-Sample-Dump). Die ACK-Meldung bestätigt den erfolgreichen Empfang eines Datenblocks und somit die Bereitschaft des Empfängers, den nächsten Block zu empfangen.

Active Sensing
Regelmässig gesendetes MIDI-Byte, das die Verbindung zwischen zwei oder mehreren MIDI-Geräten dauernd bestätigt. Muss nur vom Mastergerät gesendet werden und kann deshalb bei vielen Geräten wahlweise de-/aktiviert werden. Bei einer Unterbrechung des Active-Sensing-Signals, schalten die MIDI-Slaves noch aktive Noten ab, was Notenhänger vermeiden hilft.

Adapter
Engl.: Anpasser. Verbindungskabel oder Übergangsstecker zur Überbrückung unterschiedlicher Anschlussnormen.

Adaptive-Delta-Modulation
Alternatives Audio-Digitalisierungsverfahren, das mit den Unterschieden der einzelnen Sample-Schritte und einer hohen Sampling-Rate arbeitet. Hat gegenüber der PCM-Technologie verschiedene Vorteile. Delta-Sigma-Modulation.

ADAT
Abk. für Alesis Digital Audio Taperecorder. Formatbezeichnung für das von der amerikanischen Firma Alesis entwickelte digitale achtkanalige Bandaufzeichungsverfahren, nun Quasi-Standard. Bis zu 16 Recorder (mit weiterentwickeltem Video-Band arbeitend) lassen sich zu einem System zusammenschliessen.

Adat Optical
Optische Schnittstelle für die Parallelübertragung von acht Audiokanälen mittels Glasfiberkabel, mittlerweile Standard für digitale Mehrkanalübertragung.

ADC
Abk. für Analog-to-Digital-Converter = Analog/Digital-Wandler.

AD converter >ADC

Additive Synthese
Addieren = hinzufügen, zusammenzählen. In diesem Klangsyntheseverfahren werden einzelne Klangelemente zu einem Gesamtsound zusammengefügt. In ihrer einfachsten Form entspricht die Additive Synthese der Fouriersynthese; komplexere Formen findet man z. B. in der LA-Synthese von Roland (D-50) und in Korgs Wavestations.

ADM
> Adaptive-Delta-Modulation.

ADPCM
Angepasste Delta Pulse Code Modulation; steht für eine Kompressionsmethode, die benachbarte Samples im Wert vergleicht.

ADS
Normalerweise besteht eine Hüllkurve aus den vier Stufen Attack, Decay, Sustain und Release - ADSR. Bei einer vereinfachten ADS-Hüllkurve eines analogen Synthesizers (z. B. Minimoog) wurde die Release-Funktion mit der Decay-Funktion kombiniert.

ADSR
Allgemein gültige Bezeichnung für eine einfache Hüllkurve in einem (analogen) Synthesizer (Attack - Decay - Sustain - Release). Mit steigenden Ansprüchen und der Einführung digitaler Synthesizer wurden die Hüllkurven-Möglichkeiten weit über ADSR hinaus erweitert.

Advanced Frequency Modulation
> AFM.

AES
Die AES (Audio Engineering Society) ist ein internationaler Verband von Toningenieuren.

AES/EBU-Interface
Standardisierte, serielle Schnittstelle zur Übertragung digitaler, zweikanaliger Audiosignale.

AFM
Die Advanced Frequency Modulation (AFM) ist eine erweiterte Form der FM-Synthese und wurde von Yamaha erstmals im SY77-Synthesizer (1990) angewendet.

Aftertouch
(engl.: Nach-Berührung)
Gemeint ist der Fingerdruck auf die Tastatur nach dem Anschlag. Als MIDI-Befehl ermöglicht Aftertouch die Steuerung von Klangparametern wie Modulation, Lautstärke, Klangfarbe usw. Die Aftertouch-Werte werden durch Sensoren unter der Tastatur gemessen, die entsprechende Werte an den Klangerzeuger weitergeben.
Nicht alle MIDIfizierten Keyboards verfügen über diese Sensoren, weshalb mit Aftertouch programmierte Klänge über ein MIDI-Piano eingespielt viel von ihrer Lebendigkeit einbüssen. In den meisten Fällen besteht der implementierte Aftertouch aus Channel-Pressure, wo für die gesamte Tastatur (Kanal) ein Wert gemessen und weitergeleitet wird. Nur wenige Keyboards verfügen über Key-Pressure und senden für jede Taste einen eigenen Aftertouch-Wert.

A. I.
Abk. für Artificial Intelligence, Künstliche Intelligenz

AI-Synthese
Syntheseart der Firma Korg (siehe ROM-Sample-Synthese).

AIFF
Das Audio-Interchange-File-Format (AIFF) ist das Soundfile-Standardformat im Apple Macintosh. Es verarbeitet mehrkanalige Samples (bis zu 48 kHz) mit verschiedenen Sampling-Raten und Auflösungen und ist QuickTime kompatibel.

Aktivbox
Lautsprecher mit im Gehäuse integrierter Endstufe.

Aktiver Dump
Ein Abwurf von MIDI-Datenblöcken, der am Sendegerät (z. B. durch die Bedienung eines Tasters) und nicht durch einen Dump-Request vom Empfänger ausgelöst wird.

Akustik
a) Wissenschaft, die sich mit der Entstehung, der Übertragung und Beeinflussung der verschiedenen Erscheinungsformen von Schall befasst
b) Klangliche Beschaffenheit eines Raums. Die Akustik eines Raums kann durch bauliche Massnahmen beeinflusst werden.

Akustikkoppler
Ein Akkustikkoppler wandelt die Daten in akustische Signale um und leitet sie dann über einen Telefonhörer ins Netz weiter. Durch Modems abgelöstes akustisches Gerät zur Datenübermittlung.

Alertbox
Warnhinweis im Textkasten des PC-Bildschirms, der auf ein Problem aufmerksam macht.

Algorithmische Komposition
Spezielle Software zur Erzeugung automatischer Kompositionen und Klangcollagen auf Basis von Algorithmen. In gewissen Varianten kann der Musiker direkt das Geschehen beeinflussen. Gegebenenfalls auch zur Improvisation geeignet.

Algorithmus
a) Automatisierte und in einzelne Schritte aufgeteilte Formel, die eine immer wiederkehrende Aufgabe (z. B. die Addition eines einstellbaren Hallparameters zu einem digitalen Audiosignal) löst. Die unterschiedlichen Algorithmen, die in Software zur Bewältigung der gleichen Aufgaben programmiert wurden, erklären auch die Qualitätsunterschiede der Resultate (etwa dass Hallprogramm A besser klingt als Hallprogramm B).
b) In der FM- und AFM-Synthese ist ein Algorithmus die Anordnung der Operatoren.

Aliasing
Störung, die auftritt, wenn hohe Frequenzen mit einer niedrigen sample rate aufgenommen werden. Eine optische Analogie ist das Rückwärtsdrehen von Kutschenrädern, obwohl sich die Kutsche vorwärts bewegt. Ähnlich hört man die hohen Frequenzen als niederfrequentes Rumpeln. Anti-Aliasing-Filter beseitigen vor der Aufnahme Frequenzen, die höher als die halbe sample rate (Nyquist Frequenz) sind. Nach der Aufnahme kann man kaum die Störgeräusche beseitigen, ohne gewollte sounds zu beeinträchtigen.

All-Notes-Off
MIDI-Befehl, der bewirkt, dass sämtliche klingenden Noten abgeschaltet werden (Controller 123). Wird von den meisten Sequenzern zusammen mit dem Stopbefehl gesendet. Ist auch Bestandteil der meisten "Panik"-Knöpfe an MIDI-Geräten.

Allgemeine Systemnachrichten
Gruppe von MIDI-Befehlen, die sich auf das gesamte System und nicht einen MIDI-Kanal beziehen. System-Common-Messages.

Alpha-Dial
Von der Firma Roland eingeführte und vielfach übernommene Bezeichnung für ein anschlagfreies Drehrad zur Dateneingabe.

Alphanumerische Eingabe
Im Gegensatz zur Dateneingabe mit der Maus oder einem grafischen Hilfsmittel werden die Tastatur und Buchstaben, Ziffern oder Sonderzeichen benutzt. Unter DOS waren sämtliche Datenwerte und Befehle alphanumerisch einzugeben.

Altered
(engl. verändert) Eintrag in der MIDI-Implementation-Chart. Wird selten benutzt.

Alternate Loop
(engl.: alternate = abwechselnd) Der Alternate-Loop-Modus in einem Sampler spielt die Schleife abwechselnd vorwärts und rückwärts ab, was den Eindruck einer längeren Loop erweckt.

AM  
> Amplitudenmodulation.

American Standard Code for Information Interchange
> ASCII.

Amiga
Computer Commodore Amiga.

Amount
(engl.: Betrag, Grösse) Im analogen Synthesizer regelt der Amount-Parameter den Grad, mit dem eine Modulationsquelle einen Klangparameter beeinflusst.

Amplifier
engl.: Verstärker.

Amplitude
Auslenkungsgrösse einer Schwingung. Wird je nach Art unterschiedlich gemessen, etwa bei mechanischen Schwingungen in einem Längenmass (z. B. mm), bei elektrischen Schwingungen in Volt, in digitaler Form als Sample-Wert. Die üblichen Bezeichnungen für die Amplitude in Audiosignalen sind entweder Pegel oder Lautstärke.

Amplitude-Envelope
> Hüllkurve.

Amplitudenauflösung
Wertangabe in Bit der Feinheit der Auflösung eines digitalisierten Signals. Die im CD-Standard vorgeschriebenen 16 Bit ergeben zum Beispiel 65.536 mögliche Werte, was heute als zu grob und zu ungenau gilt.

Amplitudenhüllkurve
Lautstärkenverlauf eines Klangs. Siehe auch Hüllkurve.

Amplitudenmodulation (AM)
a) Art der Modulation von Radiowellen im Bereich LW, MW und KW. Die hochfrequente Trägerwelle wir durch die Amplitude der zu übertragenden Klangquelle beeinflusst.
b) Digitales Klangsyntheseverfahren im niederfrequenten Bereich, das in den Kawai-Modellen K1 und K4 Verwendung fand. Die Amplitude einer Trägerfrequenz wird durch einen Modulator beeinflusst, was zu komplexen Klängen führen kann.

Amplitudenvibrato
Ein eigentlich fälschlich verwendeter Ausdruck, da man unter Vibrato eine Tonhöhenveränderung versteht. Da hier ausschliesslich die Lautstärke verändert wird, ist der korrekte Ausdruck Tremolo.

analog
stufenlos, kontinuierlich. Ein analoges Audiosignal ist im Gegensatz zum digitalisierten (in Zwischenwerte abgestuften) stufenlos, gleichförmig (z. B. bewegen sich die Zeiger einer Uhr analog zur Erdumdrehung).

Analog Audio
Stufenlose Darstellung von Klangereignissen, meist durch Spannungssignale.

Analog-Delay
Verzögerungs- oder Echogerät in analoger Technik. Wird heute nur noch für Spezialeffekte eingesetzt. > Eimerkettenspeicher.

Analog/Digital-Wandler
Digitalisiert analoge Spannungen, indem er diese in entsprechende Zahlenwerte umwandelt. . Dies geschieht durch sampling.
Vereinfacht dargestellt arbeitet ein A/D-Wandler (auch ADC = Analog to Digital Converter) in verschiedenen Stufen. Nach einem analogen Tiefpassfilter gelangt das Signal in die sample & hold-Stufe, wo es schrittweise dem Umsetzer zugeführt wird, der es in einen binären Wert umsetzt und ausgibt.
Die meisten A/D-Wandler arbeiten heute zusätzlich mit >Oversampling und >Dithering, was das Entstehen von Fremdfrequenzen weitgehend unterdrückt und das Rauschverhalten verbessert.

Analoge Ebene
Ältere Sampler und gewisse Hybrid (= Mischform)-Synthesizer arbeiteten sowohl im digitalen als auch im analogen Bereich. So werden beispielsweise im MicroWave von Waldorf Klangbearbeitungen auf der analogen Ebene durchgeführt.

Analoge Synthese
Auch Subtraktive Synthese. Im Gegensatz zur additiven Synthese wird bei der subtraktiven Synthese eine Wellenform durch analoge (= stufenlos regulierbare) Bausteine verändert. Zu den Grundbausteinen gehören VCO, VCF und VCA (VC = voltage controlled = spannungsgesteuert, O = Oszillator, F = Filter, A = Amplifier = Verstärker). Doch auch digital gesteuerte Klangerzeuger mit DCO, DCF und DCA (DC = digitally controlled = digital gesteuert) gehören zu den analogen Synthesizern, wenn der eigentliche Klang analogen Ursprungs ist.

Analoger Synthesizer
Ein mit analoger Synthese arbeitender Synthesizer (siehe oben).

Analogsequenzer
Wurde in der vor-MIDI-Zeit zur Steuerung analoger Synthesizer eingesetzt. Durch die schrittweise Ausgabe von Steuerspannungen konnten Melodien erzeugt bzw. gespeichert werden. Seit der Einführung von MIDI höchstens noch als Liebhaber- oder Museumsstücke interessant.

analyzer
> Spektrum-Analyzer.

Anpassung
Um zwei Geräte (z. B. Synthesizer-Ausgang und Mischpult-Eingang) verlustfrei miteinander verbinden zu können, muss man deren Widerstände optimieren. In den meisten Fällen beträgt der Ausgangswiederstand (hochohmig) ein Vielfaches des Eingangswiderstandes (niederohmig). Dies ermöglicht auch das parallele Anschliessen eines Ausgangs an mehrere Eingänge.

Anschlagsdynamik
Bei einer MIDI-Tastatur: Das Umsetzen der Geschwindigkeit (= velocity, gemeint ist die Anschlagskraft), mit der die Taste angeschlagen wird, in Steuerwerte, die den Klang beeinflussen. Nur durch die Anschlagdynamik ist es möglich, etwa einen Klavierklang natürlich wiederzugeben, da das unterschiedliche Auftreffen des Hammers auf die Saite andere Klangnuancen erzeugt.
Was im Klangerzeuger durch die Anschlagdynamik verändert wird, hängt von der jeweiligen Klangsynthese und dem gewählten Sound ab. Orgelklänge beispielsweise kennen keine Anschlagdynamik.

ANSI
Abk. für das nordamerikanisches American National Standard Institute, das "freiwillige" Standards festlegt.

Ansprechschwelle
> Threshold

Anti-Aliasing-Filter
Im A/D-Wandler: Tiefpassfilter in der ersten Stufe des Wandlers. Schneidet die Frequenzen oberhalb der halben Sampling-Rate ab und verhindert somit das Entstehen zusätzlicher Fremdfrequenzen (= aliasing).

Anwenderprogramm
Im Gegensatz zu einer Programmiersprache ist ein Anwenderprogramm eine Software, die einen bestimmten Anwendungsbereich abdeckt.Beispiele: Bildbearbeitung, Layout, MIDI-Sequencing, Harddisk-Recording, Word, Pagemaker, Cubase VST, Logic Audio, Pro Tools.

Appendix
a) Der PC benötigt zum Erkennen eines Dateityps ein Anhängsel (auch Extension), das nach einem (obligatorischen) Punkt drei Buchstaben ( z. B.: ".doc") oder einen Platzhalter (.*) umfasst.
b) Blinddarm

Apple Computer
US-Computerfirma, 1976 von Steven Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne gegründet. Mit dem ersten Macintosh Modell (1984) stellte Apple die grafische Oberfläche mit Mausbedienung vor, die - später durch Bill Gates kopiert und als Windows vermarktet - heute auf allen Computern zu finden ist. Unter anderem durch eine restriktive Firmen- und Preispolitik gelang es Apple (bis ins Jahr 2000) nie, den Benützeranteil des Mac OS über eine Marke um die 10% hinauszutreiben. Nach dem Ableben des Atari als dem populärsten Musikcomputer in Europa, übernahm der Mac für ein paar Jahre die Leaderrolle in diesem Segment. Doch ist heute der PC (unter Windows) dem Mac zumindest ebenbürtig. Nur wenige Musiksoftware-Entwickler blieben ausschliesslich auf der Mac-Schiene, die meisten bieten heute dieselbe Software für Mac OS und Windows an.

Arbeitsspeicher
(eng.: RAM, random-access-memory)
Im Gegensatz zum Festspeicher (ROM, Harddisk, CD-ROM, DVD-ROM) ist der Arbeitsspeicher eines Computers ein flüchtiger Speicher, der seine Daten im Falle eines Stromausfalls verliert. Im Arbeitsspeicher befinden sich alle gerade bearbeiteten Daten. Durch die wachsende Grösse dieser Datenmenge und die immer billiger werdende Herstellung von RAM stieg auch die Grösse des Arbeitsspeichers vom Commodore 64 (64 kB) über den Atari (1 bis 4 MB) zu heutigen Systemen, die über die 1 GB-Grenze hinaus wachsen können.

ARP
Amerikanischer Synthesizer-Pionier. Der Name ARP stammt von den Initialen des Firmen-Gründers Alan R. Pearlman. Zu den legendären Modellen gehören der ARP Odyssey und der ARP Quadra. Mitte der 1980er Jahre wurde jedoch ARP wegen finanzieller Schwierigkeiten liquidiert.

Arpeggiator
Tonfolge-Generator.Wandelt gespeicherte oder gedrückte Akkorde in aus den Akkordtönen bestehende Tonfolgen um, die als aufsteigend, absteigend oder zufällig gewählt werden können. Es entstehen gleichmässige Läufe mit einstellbarem Tempo. Arpeggiatoren gab es schon als Zusatz zu den ersten analogen Synthesizern. Heute findet man sie meist als Zusatzfunktion bzw. Modulen in MIDI-Sequenzern und Begleitautomaten.

Arranger
> Begleitautomat.

Assign
(engl.: zuweisen) Mit der Assign-Funktion ordnet man z. B. einem Multimode-MIDI-Expander die zu verwendenden MIDI-Kanäle zu.

Atari
Amerikanisches Familienunternehmen in der Computerbranche. Der Firmengründer Jack Tramiel hatte sich als Entwickler des legendären Commodore 64 einen Namen gemacht. Die ersten Ataris waren eher Spielecomputer. Doch mit der ST-Serie, die als erster Computer bereits eine MIDI-Schnittstelle aufwies, gelang der internationale Durchbruch.
In den USA konnte der Atari sein Spielcomputerimage nie ganz loswerden, doch in Europa wurde der ST und später der Mega ST zum eigentlichen Musikcomputer. Trotz einiger vielversprechender Produkte und diverser Rettungsversuche durch europäische Firmen verschwand Atari dann Anfang der 1990er Jahre innerhalb kurzer Zeit völlig von der Bildfläche.

Atari Falcon
Ataris letztes Topmodell, das als ultimative Multimediastation angekündigt wurde, doch leider nie so richtig flügge wurde.

Atari ST
Für seine Zeit (1980er Jahre) erstaunlich leistungsfähige und preisgünstige Computerfamilie (68000 Motorola-Prozessor). Dank der eingebauten MIDI-Schnittstelle und der Macintosh-ähnlichen Bedienoberfläche Europas beliebtester Musikcomputer der 1980er Jahre. Im Gegensatz zu den heutigen Computern hatte der Atari das Betriebssystem (TOS) im ROM, was ein sofortiges Arbeiten ermöglichte.

Attack
> Einschwingvorgang

Attack-Sample
Klangsample, das auf den Einschwingvorgang (Anschlag, Anstrich) reduziert wurde. Kann in Kombination mit diversen anderen Samples verwendet werden, was die beste Speicherplatz-Ausnützung in Sample-Playern und Synthesizern ohne allzu grosse Qualitätsabstriche ermöglicht.

Attack-Time
Dauer des Einschwingvorgangs eines Klangs, also der ersten Phase der ADSR-Hüllkurve. Da sie in den meisten Synthesizern frei programmierbar ist, lassen sich damit perkussive und sanft eingleitende Klänge erzeugen. Zum Beispiel bei Streichern kann eine Veränderung der Attackzeit einen völlig neuen Klangeindruck vermitteln.

Attack-Velocity
> Anschlagdynamik.

Attenuator
> Abschwächer, reduziert Signalgröße.

Attribut
Eigenschaft. Mit Attributen kann man etwa in einer Klangbibliothek (Computersoftware) Sounds nicht nur in bestimmte Kategorien einteilen, sondern sie noch näher beschreiben, was die Erfolgschancen bei der Klangsuche vergrößert. Attribute können selbst erzeugt werden und sind z. B. "perkussiv", "slow attack", "clavinettig" usw.

Audio
Alles, was mit Ton zusammenhängt: z. B. Audio-Technik = Tontechnik.

Audio-Bus
(engl.: bus = Schiene, Strang, Leitung) In einem TV-Studio der Audioteil des Mischpultes; auch digitale Leitung für Audiosignale.

Audio-Interchange-File-Format
> AIFF.

Audio-Output
Ton- bzw. Signalausgang an einem elektronischen Gerät, z. B. Mischpult, Klangerzeuger, Effektgerät usw.

Audio-Schnittstelle
> Digitale Audio-Schnittstelle.

Audio-Server
Zentrale Datenbank für Audiodaten in digitaler Form. Mit der wachsenden Musikvermarktung über das Internet werden wir mehr und mehr Audio-Server finden, von denen man Musikfiles herunterladen kann. Audio-Server findet man auch in grösseren Rundfunkstationen, wo aktuelle Hits, die immer wieder gespielt werden, statt von CD gespielt von der zentralen Datenbank abgerufen werden können.

Audio-Trigger
(engl.: Auslöser durch Ton) Diese Samplerfunktion löst automatisch die Sample-Aufzeichnung aus, wenn das ankommende Signal eine gewisse Lautstärke erreicht. Der Audio-Trigger funktioniert problemlos bei perkussivem Material, doch Klänge mit langsamer Einschwingzeit werden möglicherweise nur teilweise aufgezeichnet. Aus diesem Grund bieten die meisten Sampler eine sogenannte Pre-Trigger-Funktion.

Audio-Wandler
Verwandelt analoge Tonsignale in digitale (A/D-Wandler) oder digitale in analoge (D/A-Wandler).

Audio-Workstation
(engl.: Audio-Arbeitsplatz) Ursprünglich die Bezeichnung von kombinierten High-End-Systemen digitaler Audiokomponenten wie dem Synclavier, dem Fairlight CMI und dem AudioFrame von Waveframe.
Mit der rasanten Entwicklung im Computermarkt, den immer leistungsfähigeren Rechnern und billigeren Speichermöglichkeiten können heute Audio-Workstations als reine Softwarelösung auf handelsüblichen Rechnern beider Plattformen (PC und Mac) erworben werden, die die technischen Daten der damaligen Superstationen sogar weit in den Schatten stellen.
Der Vorteil einer integrierten Lösung liegt vor allem in der Einfachheit der Bedienung (Tastatur, Maus, Bildschirm) und dem idealen Zusammenspiel von Soft- und Hardware, die kaum Anpassungsprobleme kennt. Da die Entwicklung im Computersektor weiter rasant voranschreiten wird, dürfen wir bald mit Audio-Workstations "für Jedermann" rechnen.

Audioanschlüsse
Steckerbuchsen an Elektronikgeräten zum Erstellen von Audioverbindungen. Die Steckervielfalt der Audioanschlüsse beschränkt sich mittlerweile auf drei Haupttypen:
Im professionellen und zunehmend auch im Consumer-Bereich (vorerst zumindest für Mikrofone) hat sich die symmetrische XLR -Verbindung durchgesetzt, die stabil, betriebssicher und relativ leicht selbst zu reparieren bzw. löten ist.
Im Instrumentenbereich sind (leider) immer noch die zwar robusten, jedoch nicht sehr betriebssicheren 6,3 mm Klinkenbuchsen (engl. 1/4-inch-Jack) verbreitet.
Im HiFi-Bereich hat sich die einfache Cinch - (engl. RCA-) Verbindung gehalten, die jedoch wegen ihrer fragilen Konstruktion auf der Bühne und im Studio gemieden werden sollte.

Audiodaten
Digitalisierte Audiosignale, wie sie auf CDs, DVDs, DAT-Bändern, Harddisks usw. zu finden sind.

AudioFrame
Siehe Audio-Workstation. Anfangs der 1990er Jahre von der Firma WaveFrame vorgestelltes High-End-Produkt, das mit damals sensationellen Daten aufwartete (24-Bit/44,1 kHz, 64-Kanäle) und mit bis zu 40 Modulslots erweiterbar war.

Audio-Oszillator
Ein Oszillator ist ein Schwingungserzeuger (-generator). Hier ist das Einsatzgebiet der Synthesizer.

Audioprozessor
Meist separate Karte in einem Computer, deren Prozessor auf die Verarbeitung digitaler Audiosignale (DSP) optimiert ist.

Audiosignal
Tonsignal, bestehend aus elektrischen Spannungen.

Auflösung
a) Feinheit des Rasters beim Digitalisieren von Audiosignalen. Je höher der (Bit-)Wert, desto besser der Geräuschabstand und desto grösser die Dynamik, da eine höhere Auflösung geringere Rundungsfehler bewirkt, was wiederum weniger Quantisierungsrauschen verursacht.
Lange Zeit galten 16 Bit als Standard für die Musikaufzeichnung (CD-Qualität), doch werden sich wohl über kurz oder lang 24 Bit durchsetzen. Da eine grössere Bit-Zahl jedoch auch eine ungleich grössere Datenmengen mit sich bringt, musste zuerst ein entsprechender Datenträger entwickelt werden. Mit der Audio-DVD könnte sich die 24 Bit-Auflösung als neuer Standard durchsetzen.

b) Feinheit des Rasters im (MIDI-)Sequenzer. Je höher diese Auflösung ist, desto genauer werden Echtzeit-Einspielungen aufgezeichnet. Die Einheit ist hier ppq (Pulses per quarter note = Einheiten pro Viertelnote). Die höhere Auflösung spielt vor allem bei langsamen Tempi ein Rolle. Als gute Auflösung gelten heute Werte zwischen 48 und 384 ppq was einer Genauigkeit von 1/192- bis 1/1536-Note entspricht.

c) Rasterfeinheit in einem (digitalisierten) Bild. Die Anzahl der Bildpunkte (Pixel, Dots) wird hier per Zoll (Inch) als Einheit verwendet (dpi = dots per inch). Ein Computer-Bildschirm arbeitet mit einer Auflösung von 72 dpi, Farbbilder werden (z. B. in Magazinen) mit 300 dpi gedruckt.

Aufnahmekopf
Magnetisierungskopf eines Bandaufzeichnungsgeräts. Die Magnetpartikel auf dem vorbeilaufenden Band werden durch die Impulse der Ringkernspule neu ausgerichtet.

Aufwärtskompatibel
Möglichkeit des Datenaustausches eines Geräts oder einer Software mit der Nachfolgeversion. Beispiel: Da Word 5 die Daten von Word 6 nicht lesen, geschweige denn verarbeiten kann, ist Word 5 NICHT aufwärtskompatibel.

Aural Exciter
> Exciter. Gerätebezeichnung der Firma Aphex.

Ausgang
Output, auch Ausgangsdaten. Anschluß, über den Signale ein Gerät oder auch elektronisches Instrument verlassen.

Ausgangsleistung
Normalerweise die elektrische Leistung eines Verstärkers, beispielsweise einer Endstufe. Da diese jedoch von der Impedanz der angeschlossenen Lautsprecher abhängt, sind Zahlen auf Datenblättern mit Vorsicht zu geniessen. Auch bestehen mehrere Methoden, diese Leistung zu messen. Dauertonleistungsangaben (auch Sinus-Leistung) sind wesentlich geringer als Musikleistung, die nur für kurze Impulsspitzen gilt. Allgemein: Jede Verstärkerstufe gibt an ihrem Ausgang elektrische Leistung ab.

Ausgangswandler
> D/A-Wandler.

Ausleserate
(= sample playback rate). Gibt an, wie viele Samples pro Sekunde gelesen und dem D/A-Wandler zugeführt werden. Die Einheit ist Kilohertz = kHz. CDs haben zum Beispiel eine Ausleserate von 44,1 kHz. Ist die Ausleserate geringer als die Einleserate, wird der Klang nach unten transponiert, z. B. bei der halben Ausleserate um eine Oktave.

Ausspielweg
> Auxiliary-Send.

Aussteuerung
Optimierung des Signalpegels bei Tonaufzeichnungen. Ein zu hoher Pegel führt zu Verzerrungen (bei analoger Aufzeichnung bis zu einem gewissen Grad vertretbar bis bewusst erzeugt, bei digitaler Aufzeichnung katastrophal). Ein zu niedriger Nutzpegel verschlechtert den Rauschabstand.

Aussteuerungsreserve
In Datenblättern auch als Headroom bezeichnet, gestattet die Aussteuerungsreserve bei der analogen Aufnahme kleinere Aussteuerungsfehler, die noch nicht als eindeutige Verzerrungen hörbar sind. Oft wird der Headroom sogar bewusst ausgenützt, um einen speziellen Klang zu schaffen (der nur analog möglich ist). Die digitale Audioaufzeichnung kennt keine Aussteuerungsreserve, da der Wertebereich der Wandler klar definiert und keine Überschreitung dieser Werte möglich ist.

Auto
(engl.-griechisch: selbst)

Auto-Accompaniment
> Begleitautomatik.

Auto-Chord
Begleitautomatik.

Auto-Sampling
>Audio-Trigger.

Auto-Tune
Automatisches Stimmen der Oszillatoren in einem analogen Synthesizer. Beim digitalen Synthesizer nicht vorhanden, da nicht notwendig.

Autodrop
Bei Sequenzern und Multitrackern: Automatisches Aktivieren und Deaktivieren der Aufnahmefunktion beim Erreichen vorprogrammierter Zeitpunkte (Locators).

Autolocator
Bei Sequenzern und Bandmaschinen: Funktion für das direkte Anfahren programmierbarer Punkte auf der Zeitachse (Locators). Mit dem Autolocator können Punkte in einer Komposition markiert und auf  Knopfdruck wieder gefunden werden. Bei Audioprogrammen, die mit Harddisks arbeiten, spricht man von Markern.

Autoloop
Bei Samplern: Funktion zum Auffinden der idealen Loop-Punkte in einem Sample. Da Amplitudenunterschiede bei Loop-Punkten zu Knacksern führen, durchsucht die Autoloop-Funktion in der Regel das Sample auf Amplituden-Nullpunkte. Autoloop ist ein Hilfsmittel, das jedoch weder das Ohr noch die Gerätekenntnisse des Benutzers ersetzt.

Aux
(engl.: auxiliary = helfend) meist Zusatz- oder Hilfskanäle und -wege beim Mischpult, auch effect sends > aux-send genannt

Aux-Send
(engl.: Zusatz- oder Hilfsausgang) In Mischpulten separat steuerbarer Mischsignalausgang, der meist zur Ansteuerung von Effektgeräten verwendet wird. Das bearbeitete Signal wird dann über Aux-Return in die Summe zurückgeführt. Die Aux- oder Hilfswege sind jedoch enorm flexibel einsetzbar, je nach Fantasie des Anwenders. Je nach Mischpulttyp stehen zwei bis zehn Aux-Wege zur Verfügung.