Backward Loop
Variante eines Loops, bei dem der geloopte Bereich eines Samples nicht von vorne nach hinten abgespielt wird, sondern rückwärts. Vgl. Alternate Loop.

Balance
Lautstärkenverhältnis. Bei Mischpulten bestimmt die Balance - ähnlich wie bei HiFi-Anlagen - das Lautstärkenverhältnis zwischen dem linken und dem rechten Kanal eines Stereosignals (pan, panning, von panorama).
Bei Klangerzeugern kann damit auch das Mischverhältnis zwischen zwei Klangkomponenten gemeint sein. Und bei Effektgeräten bezeichnet die Balance gelegentlich das Verhältnis zwischen Originalsignal und Effektsignal.

Balanced
> symmetrisch.

Bandbreite
engl.: bandwidth.
a) Frequenzumfang eines Audiosignals, d.h. der Bereich zwischen der höchsten und der tiefsten Frequenz, welche ein Audiosystem verarbeiten kann. Ein junger Mensch hört im Idealfall Frequenzen zwischen 20 Hz und 20 kHz. Bei Audiosystemen wird deshalb ebenfalls diese Bandbreite angestrebt; zugleich sollte der Frequenzgang möglichst linear sein.
b) Datenmenge, die in einer bestimmten Zeit gesendet werden kann.

Bändchenmikrofon
Elektro-dynamisches Mikrofon, das die Schallwellen statt mit einer konventionellen Membran mit einem Aluminiumbändchen aufnimmt. Bändchenmikrofone besitzen einen sehr linearen Frequenzgang (vergleichbar mit Kondensatormikrofonen) und ein gutes Impulsverhalten. Nachteilig ist ihre Empfindlichkeit (Wind, Erschütterungen, schnelle Bewegungen).

Bandechogerät
Spezielles Tonbandgerät, das früher zur Erzeugung von Echoeffekten benutzt wurde (Echolette M 40). Bandechogeräte besitzen mehrere Wiedergabe-Tonköpfe sowie ein kurzes, zu einer Schleife verbundenes Endlos-Tonband.
Der Aufnahme-Tonkopf zeichnet fortwährend das Eingangssignal auf Band auf, während die Wiedergabe-Tonköpfe die Aufnahme wieder an den Ausgang zurückgeben. Der Echoeffekt kann durch die Bandgeschwindigkeit, das Mischverhältnis zwischen den verschiedenen Wiedergabe-Tonkpfen sowie durch den Anteil des Ausgangssignals, welcher dem Eingangssignal beigemischt wird (sog. Feedback), geregelt werden.
Das bekannteste Bandechogerät ist das Roland RE-201 Space Echo. Mit der Einführung von digitalen Effektgeräten haben diese Geräte jedoch ihre Bedeutung weitestgehend verloren.

Bandgerät
> Bandmaschine.

Bandgeschwindigkeit
Bei allen Recordern, welche mit Magnetbändern arbeiten, wird das Band mit einer konstanten Geschwindigkeit an den Aufnahme-, Wiedergabe- und Lösch-Tonköpfen vorbeigeführt.
Gebräuchlich: HiFi-Kassettenrecorder 4,75 cm/sec, Mehrspurrecorder  9,5 cm/s oder 19 cm/s betrieben, Studiogeräte 38 cm/s oder 76 cm/s. Je höher die Bandgeschwindigkeit ist, desto besser werden die hohen Frequenzen wiedergegeben und desto geringer sind die Gleichlaufschwankungen.

Bandmaschine
Allgemeine Bezeichnung für Geräte, welche elektrische Signale auf ein Magnetband aufzeichnen und anschliessend wiedergeben können. Nach Art der aufgezeichneten Signale kann man grob zwischen Tonbandgeräten (Audiosignale), Videorecordern (Bild- und Tonsignale) und Streamern (Computerdaten) unterscheiden.

Bandmaschinen-Prinzip
Sequenzerprogramme arbeiten dann nach dem Bandmaschinen-Prinzip, wenn sich ihre Bedienung (und ihre Benutzeroberfläche) an einer Mehrspur-Tonbandmaschine orientiert. Dies bedeutet, dass die einzelnen Spuren grafisch horizontal angeordnet sind, dass die einzelnen Teilaufnahmen prinzipiell beliebig lang sein können, und dass die aufgenommenen Bereiche als Balken dargestellt werden, die dann spurweise mit der Maus geschnitten, kopiert, verschoben, stummgeschaltet oder gelöscht werden können.
Das Bandmaschinen-Prinzip wurde durch Sequenzerprogramme wie Steinberg Cubase und Emagic Logic populär und ist heute weit verbreitet. Das Gegenstück dazu sind Sequenzer, welche nach dem Pattern-Song-Prinzip arbeiten.

Bandpass-Filter
Schneidet definierte hohe und tiefe Frequenzen ab, sodass das verbleibende Frequenzband einen klar gewünschten Klang erhält.
> Filtercharakteristik.

Band Reject Filter
> Bandsperr-Filter.

Bandsperr-Filter
engl.: band reject filter. Filter, welches nur ein bestimmtes Frequenzband ausfiltert und sowohl Frequenzen oberhalb als auch unterhalb davon passieren lässt. Wird auch als Sperrpass-Filter bezeichnet. > Filtercharakteristik.

Bandwidth
> Bandbreite.

Bankloader
Computerprogramm für die Verwaltung von Synthesizer-Sounds. Ein Bankloader (auch Bankmanager genannt) liest via MIDI den veränderbaren Speicherinhalt eines programmierbaren Synthesizers aus. Er speichert die Daten auf der Computer-Festplatte und lädt ihn bei Bedarf wieder in das RAM des Synthesizers zurück.
Grosse Soundbibliotheken lassen sich auf diese Weise wesentlich kostengünstiger speichern als mit RAM-Cards. Zudem erleichtern Bankloader das Organisieren einer Klangbibliothek, d.h. das Verschieben, Kopieren oder Löschen einzelner Sounds.
Obwohl Bankloader oft dazu genutzt werden, um Sounds bankweise zu laden und zu speichern, unterstützen sie meist auch den gezielten Transfer einzelner Sounds zwischen Rechner und Instrument. Aus diesem Grund spricht man heute eher von Librarian-Programmen.
> Bulk Dump.

Bankmanager
Bankloader.

Bank
a)eine Sammlung von patches (z. B. Klängen) eines Synthesizers oder Samplers
b) eine Sammlung gleichartiger Programme (z. B. Filter)

Bank Select
MIDI-Befehl zur Auswahl einer Soundbank (Control Number = 0).

Basiskanal
engl.: basic channel. Haupt-MIDI-Kanal eines Geräts, welches auf mehreren MIDI-Kanälen parallel senden bzw. empfangen kann.
über den Basiskanal werden globale, d.h. das gesamte Gerät betreffende MIDI-Befehle gesendet und empfangen. Bei gewissen Geräten lässt sich der Basiskanal für das Senden und Empfangen separat einstellen.

Bass Cut
Zuschaltbares Filter in einem Mischpult oder einem Mikrofon, mit dem tieffrequente Störgeräusche (z.B. Trittschall) eliminiert werden. Technisch entspricht eine Bass-Cut-Schaltung einem Hochpassfilter mit fixer Cutoff-Frequenz.

Basspedal
Mit den Füssen gespielte Klaviatur für Basstöne. Basspedale sind entweder in Orgeln fest eingebaut oder als separate Geräte mit MIDI-Schnittstelle erhältlich; seltener gibt es sie auch als eigenständige Geräte mit integrierter Klangerzeugung (z.B. Moog Taurus). Der Tonumfang beträgt zwischen einer und drei Oktaven.

Bassreflexbox
Lautsprecherbox mit einer Öffnung auf der Frontseite, über welche tieffrequente Schwingungen nach aussen gelangen, die sonst vom Lautsprechergehäuse absorbiert werden.

Baud
Masseinheit für die übertragungsgeschwindigkeit von Daten. Wird oft fälschlicherweise mit BPS gleichgesetzt, was aber nur bei einer rein seriellen übertragung gilt, da Baud eigentlich den übertragungstakt und nicht die Menge der übertragenen Daten bezeichnet.
Die Einheit Baud trifft man vor allem bei Modems und ISDN-Adaptern an; aber auch die übertragungsrate der seriellen MIDI-Schnittstelle wird in Baud angegeben. MIDI hat eine Baudrate on 31 Kilobaud, ein ISDN-"Modem" 115 Kilobaud.

Begleitautomat
Elektronisches Gerät, welches selbständig eine musikalische Begleitung erzeugt.
Begleitautomaten verfügen über eine Auswahl von programmierten (teilweise auch veränderbaren) Begleitmustern (engl.: patterns). Diese Patterns sind wenige charakteristische Takte, die einen bestimmten Musikstil repräsentieren und orchestriert sind. Bei sogenannten Ein-Finger-Begleitautomaten gibt der Musiker mit der linken Hand lediglich den Grundton vor, wodurch der Begleitautomat das Pattern in der entsprechenden Tonart abspielt. Alternativ kann der Musiker mit der linken Hand auch einen Akkord greifen.

Begrenzer
> Limiter

bel
> dezibel (physikalische Einheit)

Belastbarkeit
Maximale Leistung, welche ein Lautsprecher oder Kopfhörer verarbeiten kann, ohne dass er übermässige Verzerrungen erzeugt oder gar beschädigt wird.

Bender
> Pitchbending.

Bi-Amping
Verfahren der Beschallung, das mit zwei separaten Verstärkern (engl.: amp, eigentlich: amplifier) arbeitet. Beim Bi-Amping wird ein Signal zuerst durch eine aktive Frequenzweiche in hohe und tiefe Frequenzbereiche unterteilt. Diese beiden Signalteile werden anschliessend über individuelle Endstufen/Lautsprecherboxen verstärkt und wiedergegeben.

Bias
a) Vormagnetisierungsstrom, der Messfehler verursacht. Bei der Aufnahme wird ein Magnetband mit einem konstanten Strom magnetisiert, der nicht vom aufzunehmenden Audiosignal abhängig ist. Das Nutzsignal wird vielmehr dem Vormagnetisierungsstrom aufmoduliert. Der ideale Bias ist je nach Bandsorte unterschiedlich; professionelle Recorder besitzen deshalb einen Regler, mit dem die Vormagnetisierung dem Bandmaterial angepasst werden kann. Die Einstellung des Bias ist eine Teilaufgabe beim Einmessen einer Bandmaschine.
b) Vorurteil

Binary Digit
> Bit.

Binaural
Zweikanalig, stereo, beide Ohren betreffend. Mit dem Begriff binaural ist auch die räumliche Ortung von Klangquellen verknüpft, welche durch das Hören mit zwei Ohren möglich ist.

Binaurales Aufnahmeverfahren
Aufnahmeverfahren, das die Räumlichkeit eines Klangs möglichst originalgetreu reproduzieren soll. Binaurale Aufnahmen werden entweder mit Hilfe der Kunstkopf-Stereophonie oder aber mittels spezieller Klangprozessoren realisiert. Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, müssen die beiden Kanäle allerdings vollständig getrennt voneinander den beiden Ohren zugeführt werden, was fast nur über Kopfhörer möglich ist.

Bit
Abk. für: binary digit. Ein Bit ist die kleinste Einheit, welche ein computerbasierendes System verarbeitet und speichert. Es kann nur die beiden Werte 0 oder 1 annehmen. 8 Bit bilden 1 Byte, 1024 Bit entsprechen 1 KByte. In der Musikelektronik begegnet man der Einheit Bit vor allem dort, wo es um die Auflösung eines digitalen Signals geht (> Abtastung).

Bit-Breite
Bezogen auf ein digitales Gerät meint Bit-Breite die Anzahl der parallel (also gleichzeitig) verarbeiteten Bits. Bezogen auf ein digitales Signal ist Bit-Breite ein anderer Ausdruck für Auflösung. Wird auch als Wortbreite bezeichnet.

Bitratenreduktion
> Datenreduktion.

Blaswandler
engl.: breath controller. Spielhilfe mit Mundstück, welche den Blasdruck in eine Steuerspannung umsetzt. Blaswandlerdaten können auch über MIDI ausgegeben werden (Control Number = 2). Blaswandler und Synthesizer mit entsprechenden Anschlüssen werden v.a. von der Firma Yamaha angeboten.

Blockschaltbild
Grafik, welche die verschiedenen Funktionsgruppen eines elektronischen Geräts schematisch darstellt.

Board
> Platine.

Bobby
In der Musikelektronik: Metallscheibe, um welche das Magnetband einer Tonbandmaschine gewickelt wird. Der Bobby ersetzt eine Spule und bietet einen leichteren Zugang beim Einfädeln und Schneiden des Bandes.

Bodeneffekt(gerät)
Effektgerät, das auf den Boden gelegt und mit den Füssen bedient wird. Bodeneffektgeräte finden vor allem bei Gitarristen und Bassisten Verwendung und ermöglichen den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Effekteinstellungen, ohne dass die Hände von den Saiten genommen werden müssen.

Booster
> Vorverstärker.

Booten
Starten (Starten, Hochfahren) eines Computers (oder eines anderen computerbasierenden Geräts). Beim Booten werden vor allem das Betriebssystem vom Hintergrundspeicher in den Arbeitsspeicher geladen und die Kommunikation zu Peripheriegeräten etabliert.

BPM
beats per minute, engl. für: Schläge pro Minute. Masseinheit für das musikalische Tempo. Die Bezeichnung BPM findet sich vor allem in Sequenzern, Drumcomputern, Begleitautomaten und Synchronizern.

BPS
Abk. für: Bit pro Sekunde. Masseinheit für die übertragungsgeschwindigkeit von Daten. >Baud.

Breath Controller
> Blaswandler.

Brumm(en)
Tieffrequentes Störsignal, das durch den Netzstrom verursacht wird (in Deutschland 50 Hz). Ein Brummen entsteht dann, wenn mehrere Geräte in einem Audiosystem geerdet sind und damit eine sog. Brummschleife bilden.
Um das Brummen zu beheben, muss die Masseleitung der Audiokabel einseitig unterbrochen werden. Hingegen sollte niemals die Erdungsleitung eines Geräts abgetrennt werden, da sonst bei einem Gerätedefekt eine lebensgefährliche Spannung auftreten kann.

Brummschleife
> Brummen.

Bucket Brigade Device
> Eimerkettenschaltung.

Buffer
> Zwischenspeicher.

Bulk Dump
Auch: data dump, engl. für: Blockabwurf. übertragung des Klangspeicherinhalts eines elektronischen Klangerzeugers über MIDI in Form von SysEx-Daten. Durch einen Bulk Dump können die Klangprogramme in einen Computer, einen MIDI Data Filer oder in einen anderen, datenkompatiblen Klangerzeuger übertragen werden.

Bus
Interne Leitung zwischen mehreren Bauteilen eines Computers (z.B. zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher oder zwischen Prozessor und Schnittstellen). >Adressbus, Datenbus, PCI-Bus.
Gelegentlich werden auch externe Verbindungen zwischen einem Computer und seinen Peripheriegeräten als Bus bezeichnet.
>FireWire, SCSI, USB.

Bypass
Umgehung eines Schaltkreises in einem elektronischen Geräts. Der Bypass-Schalter (gelegentlich auch mit Defeat beschriftet) findet sich vor allem bei Effektgeräten und führt dort das Eingangssignal direkt zum Ausgang, d.h. der Effektprozessor wird umgangen und zeigt keine Wirkung. Durch Drücken des Bypass-Schalters kann somit schnell zwischen dem ursprünglichen und dem bearbeiteten Signal hin- und hergeschaltet werden. Damit lässt sich die Wirkung des Effekts besser beurteilen.

Byte
Einheit für digitale Daten. 1 Byte besteht aus 8 Bit und wird oft als Datenwort bezeichnet. Mit einem Byte können 256 (=2*2*2*2*2*2*2*2) verschiedene Werte codiert werden. Das Byte wird vor allem benutzt, um die Grösse von Arbeitsspeichern, Hintergrundspeichern oder Dateien anzugeben. Meist werden allerdings die grösseren Einheiten KByte, MByte oder GByte benutzt.