Factory-Preset
Voreinstellungen, die sich ab Werk im ROM-Speicher eines elektronischen Geräts befinden und nicht verändert werden können.

Fade
engl.: Verblassen. Allgemeiner Ausdruck für eine Lautstärkeveränderung in einem Mix. Normalerweise ein Ausblenden aus einem Song. Mit einem Fade kann man auch alle Spuren oder einzelne Instrumente einblenden.
Wird entweder manuell oder mit Hilfe einer programmierten Computer-Voreinstellung vorgenommen.

Fade-In/Out
engl.: Ein-/Ausblenden eines Signals (Audio oder Video). Diese Funktion, wird normalerweise erst beim Schlussmix eingesetzt. Sie kann manuell z. B. über die Masterfader des Mischpultes erfolgen oder automatisch (bei den meisten digitalen Mischpulten und MIDI-Sequenzern programmierbar).

Fader
engl.: Schieberegler, Flachbahnregler.
a) Bei analogen Mischpulten veränderbare Widerstände in Flachbauweise, die das durchfliessende Signal abschwächen.
b) Bei digitalen Geräten ist der Effekt zwar derselbe, doch wird das Signal nicht selbst direkt beeinflusst, sondern mit der Faderbewegung eine Rechenoperation bewirkt. Diese Fader können auch zur Veränderung von Parameterwerten (z. B. bei Synthesizern) eingesetzt werden.
c) In Software findet man virtuelle Fader als Teil der graphischen Benutzeroberfläche. Sie werden mit der Maus bedient. Da dies für anhaltendes Arbeiten zu mühsam ist, wurden inzwischen Hardware-Fader entwickelt, mit denen diese virtuellen Software-Fader bedient werden können.

Fader-Automation
Je nach Gerät Software, die es gestattet, sämtliche Fader-Bewegungen auf einer Zeitachse aufzuzeichnen und zu einem späteren Zeitpunkt abzurufen. Mischpultautomation.

Fairlight
Die ursprünglich australische Firma Fairlight war eine der Pionierfirmen in der Entwicklung digitaler Audio-Workstations. Nach diversen Problemphasen und Besitzerwechseln gehört Fairlight wieder zu den Mitbewerbern im oberen Preissegment.

Farbiges Rauschen
Um einen bildlichen Vergleich zu haben, bezeichnet man die für das menschliche Gehör relevanten Audio-Frequenzen analog zum Lichtspektrum: Hohe Frequenzen sind blau (bis violett), tiefe rosa (bis rot). Da Licht mit regelmässigen Anteilen aus dem gesamten Spektrum weiss erscheint, besteht auch das weiße Rauschen aus gleichmäßig verteilten Frequenzanteilen. Rauschen wird sowohl in der Messtechnik (rosa und weiss) als auch in Synthesizern (zur Klangestaltung) verwendet.

Faser
Phase-Shifter. Frühere falsche Schreibweise für Phaser.

Fast-Fourier-Transformation (FFT)
> Fourieranalyse.

Features
Spezifikationen, Geräte-Eigenschaften oder -Merkmale. Bei Computern etwa die Prozessorgeschwindigkeit, die internen Speicher (RAM und Festplatte), vorhandene Anschlüsse und Steckplätze für Erweiterungen usw., bei Samplern die Stimmenzahl, die Auflösung, mit der das Gerät Audiosignale digitalisiert, die Zahl der Ein- und Ausgänge etc.
Zu den Merkmalen eines Synthesizers gehören: die Anzahl der Stimmen, Multitimbralität, die Anzahl der Soundprogramme und frei belegbaren Speicherplätze usw.

Feedback
Engl.: Rückmeldung, Rückführung.
a) Bei Synthesizern oder Effektgeräten eine regelbare Funktion, die das Ausgangssignal teilweise zum Eingang zurückführt, wo es mit dem neuen Eingangssignal gemischt wird.
b) Ein akustisches Feedback ist das meist unerwünschte Pfeifen, das durch eine Rückkopplung zwischen einem Mikrofon und einem Lautsprecher entsteht, da sich das Signal durch die entstehende Schlaufe selber aufbaut.

Feinstimmung
Das Stimmen von elektronischen Instrumenten in kleinen Schritten. Die Einheiten sind normalerweise Cent oder Hertz. Mit der Feinstimmung können auch Schwebungen erzeugt werden. Siehe auch Detune.

Fender-Rhodes
Eigenständig klingendes Tasteninstrument mit Klangzungen und elektromagnetischer Tonabnahme. Das heute legendäre Fender Rhodes erlebte seine Höhepunkte in den 1960er und 1970er Jahren. Sein Sound lebt heute noch in vielen Synthesizern und Samplern weiter. Siehe auch > Elektrisches Piano.

Festfilter
Siehe Filter, beispielsweise in Equalizern, deren Cutoff-Frequenz fest bestimmt ist. Waren vor allem in einigen modularen, analogen Synthesizern zu finden (z. B. Moog).

Festspeicher
> ROM

FFT
Abk. für Fast-Fourier-Transformation >Fourier-Analyse.

Fill-In
Schlagfolge eines Drummers, die das normale Begleitpattern unterbricht und zugleich einen Akzent setzt. In Drumcomputern und Begleitautomaten die entsprechende Funktion.

Filmvertonung
Durch den Einsatz von Computern für den gesamten Produktionsablauf hat sich die Film- und Videoindustrie in den letzten Jahren völlig verändert und weitere Umwälzungen stehen noch bevor (siehe auch DTP).
So ist denn auch die Film- und Videovertonung - früher nur mit grossen Maschinen und aufwendigen Manipulationen möglich - heute mit einem schnellen Rechner, guter Software und (für Film) einigen wenigen externen Zusatzgeräten realisierbar.
Man kann bespielsweise in Logic oder Cubase ein Quicktime-Movie (= komprimierte und verkleinerte Form des Originalvideos oder Films) importieren und bei bildgenauer Synchronisation die Musik dazu komponieren und schneiden. Das so erlangte File läuft dank integriertem SMPTE-Code nun synchron zum Original. Auch Soundeffekte können in diesen Programmen nachbearbeitet und framegenau positioniert werden.

Filter
Bauelement oder Funktion zur gezielten Veränderung des Frequenzgangs eines Audiosignals. Passive Filter können nur Frequenzen dämpfen (was jedoch bewirkt, dass andere Frequenzen stärker in Erscheinung treten), aktive Filter können meist auch verstärken. Zu den bekanntesten aktiven Filtern gehören Equalizer (= Entzerrer), die vorwiegend in der Klangbearbeitung eingesetzt werden.
Wichtige Angabe bei einem Filter ist die Cutoff-Frequenz, die den Einsatzpunkt des Filters angibt.

Filtercharakteristik
Art des Filters. Dazu gehören z. B. Tiefpass-, Hochpass-, Bandpass- und Sperrpass-Filter.
Das Hochpassfilter lässt Frequenzen oberhalb einer Cutoff-Frequenz passieren und beschneidet solche darunter.
Ein Tiefpassfilter arbeitet genau umgekehrt.
Das Bandpassfilter lässt nur einen (einstellbaren) Bereich um die Cutoff-Frequenz durch, während das Sperrpassfilter eben diesen Bereich sperrt und den Rest passieren lässt.

Filterfrequenz
> Cutoff-Frequenz.

Filterhüllkurve
In einem Synthesizer und Sampler: unabhängige Hüllkurve, die die Cutoff-Frequenz eines Filters kontrolliert.

Filterresonanz
Auch Resonanz. Bereich um die Cutoff-Frequenz eines Filters, in dem die Obertöne angehoben werden können.

Fixed-Key
Funktion bei einem elektronischen Tasteninstrument, die eine konstante Tonhöhe für alle Tasten bewirkt. Kommt vor allem bei Drumsounds und Effekten zum Einsatz.

Fixed-Velocity
In einem Sequenzer (-programm): Setzt alle Dynamikwerte eines aktiviert Abschnitts oder einer Spur auf einen eingestellten Wert. Findet unter anderem in Disco, Rave usw. Verwendung.

Flachbahnregler
> Fader.

Flag
Zeigt den Zustand (aktiv oder passiv) an. Ein gesetztes Flag zu Beginn einer digitalen Audiodatei verhindert z. B. das digitale Kopieren derselben (aktiviert den Kopierschutz).

Flanger
Effektgerät oder -funktion aus der Gruppe der Delays. Durch die leicht zeitverzögerte Zweitwiedergabe des Signals entstehen Phasenverschiebungen und periodische Auslöschungen, die zu Klangverfärbungen führen. Flanging ist die extremste Form des Choruseffekts, Phasing verursacht weniger starke Veränderungen.

Flankensteilheit
Gibt Auskunft über die Arbeitsgüte eines Filters und wird in Dezibel pro Oktave (dB/okt) angegeben. 48 dB/Oktave bedeutet etwa, dass ein Hochpassfilter Frequenzen, die eine Oktave unter der Cutoff-Frequenz liegen, um 48 dB absenkt, solche in einem zwei Oktaven Abstand um 96 dB usw. Je höher der Wert der Flankensteilheit, umso effizienter das Filter.

Flash-ROM
Spezieller ROM-Typ, der mit besonderer Software wieder beschrieben werden kann. So können z. B. Betriebssysteme von digitalen Mischpulten über die Telefonleitung direkt vom Hersteller auf den neuesten Stand gebracht werden, ohne dass der Kunde sich damit näher beschäftigen oder das Gerät geöffnet werden muss. (Beispiel Mackie DB8).

Flat
Lineare Einstellung bei einem Equalizer. Linearer Frequenzgang.

FM
> Frequenzmodulation.

FM-Synthese
Klangerzeugung auf der Basis der Frequenzmodulation. Ursprünglich von Dr. John Chowning (Professor an der Stanford University und Musiker) entwickelt, wurde die FM-Synthese erst mit der Einführung des DX7 von Yamaha allgemein bekannt.
Prinzip: Die Frequenz  eines Sinusoszillators (carrier) wird von der Frequenz eines weiteren Sinusoszillators (modulator) beeinflusst. Um komplexere Klänge erzeugen zu können, werden mehrere FM-Operatoren in wählbaren Anordnungen (Algorithmen genannt) kombiniert. Die FM-Synthese kommt ohne Filter aus, ist jedoch relativ schwierig zu programmieren.

FM-Synthesizer
Klangerzeuger, basierend auf der FM-Synthese. Mit der Einführung der DX 7 1984, der effektiv die Synthesizerwelt auf den Kopf stellte und immer noch als der meistverkaufte Synth der Welt gilt, wurde der Öffentlichkeit der erste FM-Synthesizer zugänglich gemacht. Eigentlich waren die ersten Synthesizer auf Basis dieser Klangsynthese der DX1 und DX5. Der DX9, eine mit nur vier Operatoren arbeitende FM-Version, erschien ein paar Wochen vor der DX7 auf dem Markt.

FM-Transmitter
UKW- (= Ultrakurzwellen) Anlage zur drahtlosen Signal- und Datenübertragung. Heute werden für die drahtlose Mikrofon- und Instrumentenübertragung auf der Bühne spezielle Frequenzen verwendet, die nicht im Radioempfangsbereich liegen.

Foldback
Speziell geschalteter Aux-Send bei einem Mischpult: Das Signal wird vor dem Kanalfader abgegriffen, und dessen Pegel ist deshalb unabhängig von der Stellung des Kanalfaders über ein eigenes (normalerweise Dreh-) Potentiometer regulierbar. Ideal für den separaten Musikermix auf der Bühne.

Foot-Controller
MIDI-Continuous-Controller #4, der Klangparameter verändernde Daten eines Pedals überträgt.

Foot-Switch
Meist frei programmierbarer Fussschalter zur Steuerung elektronischer Geräte wie Synthesizer, Expander, Effektgeräte, Multitracker usw.

Formante
Teil des Klangsprektrums. Diese obertonreichen Resonanzbereiche bilden den eigentlichen Charakter des Klangs, an dem man das Instrument, aber auch eine menschliche Stimme wiedererkennt. Sie werden bei Instrumenten durch deren Konstruktion (Form, Material, Grösse, Klangerzeugungsart usw.) beeinflusst.

Formant-Synthese
Synthese menschlicher Sprache durch Nachbildung der typischen Stimmformanten.

Forte-Pedal
Beim akustischen Klavier das rechte Pedal, das die Saitendämpfer abhebt und somit das freie Saitenschwingen ermöglicht. Bei einem elektronischen Klangerzeuger (z. B. Digitalpiano) durch den MIDI-Controller # 64 Sustain-Switch simuliert (lässt allerdings nur ein "On" oder "Off" zu).

Forward-Loop
engl.: Vorwärtsschlaufe, Loop.

Fourieranalyse
Mathematische Funktion, die ein gesampletes Audiosignal in sein Obertonspektrum zerlegt und die entsprechenden Sinusfunktionen als Koeffizienten bestimmt, die es später ermöglichen, das Originalsignal wieder herzustellen.
Den gesamten Vorgang der Analyse und Neuzusammensetzung nennt man Fourier-Transformation. Neben der diskreten Fourier-Transformation (DFT) gibt es auch die Fast-Fourier Transformation (FFT), die meist in Computern und digitalen Musikinstrumenten zur Anwendung kommt.

Fourierspektrum
> Obertonspektrum.

Fouriersynthese
> Fourieranalyse.

Fremdspannungsabstand
Bei Audiogeräten gibt der Fremdspannungsabstand den Abstand zwischen dem Nutzsignal und (immer vorhandenen) Störspannungen an. Die Masseinheit ist dB. Da der Fremdspannungsabstand rein linear und über den ganzen Frequenzgang bewertet wird, ist er meist tiefer als der deshalb besser aussehende Geräuschspannungsabstand.

Frequency
> Frequenz.

Frequency Response
> Frequenzgang.

Frequenz
Anzahl der Vollschwingungen (= Schwingungsperioden) in einer Sekunde. Die Frequenz eines Tones ist verantwortlich für die (vom menschlichen Gehör wahrgenommenen) Tonhöhe. Als Einheit gilt Hertz (Hz).
Als internationaler Kammerton gilt das a = 440 Hz (leider nicht fest verankert und deshalb dauernd im Steigen begriffen (?); dürfte sich momentan bei a = 442 Hz befinden). Eine Verdoppelung der Frequenz ergibt eine Tonerhöhung von einer Oktave. Wenn also a = 440 Hz, dann ist a' = 880 Hz und a'' = 1760 Hz usw.

Frequenzgang
Gibt Auskunft über das Übertragungsverhalten eines einzelnen Audiogerätes oder eines ganzen Audiosystems. Als ideal gilt ein linearer Frequenzgang, der keine Frequenzen anhebt oder absenkt.
Sobald Mechanik hineinspielt (Mikrofone, Lautsprecher) wird die Sache wesentlich komplexer. Der Frequenzgang von Mikrofonen und Lautsprechern lässt sich in speziell dafür konstruierten Räumen messen und wird auf einem individuellen Messprotokoll den meisten Produkten beigelegt. Die Toleranzen bei rein elektronischen Geräten sind wesentlich geringer, und die Frequenzkurven dieser Geräte werden im allgemeinen Datenblatt abgedruckt.

Frequenzhüllkurve
Beeinflusst die Frequenz einer Klangquelle in einem elektronischen Klangerzeuger. Die englische Bezeichnung lautet Pitch-Envelope. Da die Frequenzhüllkurve die Tonhöhe beeinflusst, wird sie oft in der Anblasphase von Blasinstrument-Nachbildungen verwendet.

Frequenzmodulation
Bei UKW (= Ultrakurzwelle) verwendete Modulation der Frequenz einer Schwingung (Carrier) durch die Frequenz einer anderen (Modulator). Wird auch bei der FM-Synthese eingesetzt (siehe auch dort).

Frequenzspektrum
Allgemeine Darstellungsform der einzelnen Frequenzbestandteile.

Frequenzvibrato
Teil des in einem natürlichen Instrument erzeugten Vibratos, das sich nur auf die Tonhöhenänderung bezieht und die natürlicherweise ebenfalls auftretenden Klangfarben- und Lautstärkeveränderungen ausser Acht lässt.

Frequenzteiler
Gerät oder Schaltung, die aus einem Signal ein weiteres mit halber oder gar gevierteilter Frequenz erzeugt. War früher in elektronischen Orgeln zu finden, heute nur noch Bestandteil von sogenannten Oktavern.

Frequenzzähler
Bestimmt die exakte Frequenz des Eingangssignals unter Ausfilterung der Obertöne. Anwendung: Stimmgeräte und Pitch-to-MIDI-Converter.

Fusslage
Bezeichnung aus der Orgelwelt. Gibt die Oktavlage an. 8' (= acht Fuss) entspricht der Originaltonhöhe (und der Original Orgelpfeifenhöhe!, hier ungefähr 2,40m), eine Verdoppelung entspricht der Vertiefung um eine Oktave, eine Halbierung der Erhöhung um eine Oktave.

Fusspedal
Eigentlich das Schwellerpedal (Lautstärkeregler). Über den Expression-Controller-Anschluss, den wir an vielen MIDI-Instrumenten finden, können auch andere (meist programmierbare) Parameter gesteuert werden.

Fussschalter
Steuert normalerweise den MIDI-Controller # 64 Sustain, ist jedoch an diversen Keyboards auch anderweitig einsetzbar. Da der Schalter nur entweder "On"- oder "Off"-Werte senden kann, ist sein Einsatz auf solche Funktionen beschränkt.

Fussschweller
> Fusspedal. Ursprünglich Lautstärkepedal einer Orgel.

Fuzz
Verzerrereffekt, der analog durch die Übersteuerung eines Verstärkerbausteins (Transistor) und digital durch eine Rechenfunktion (Algorithmus) erzeugt wird. Variante des Distortion-Effekts.