Gain
Eingangsregler an einem Mischpult oder Effektgerät, der das Eingangssignal dem Line-Pegel der nachfolgenden Stufen anpasst (verstärkt oder dämpft).

Gain-Reduction
Bei einem Kompressor: die Signaldämpfung, -abschwächung.

Gate
a) Beim analogen Synthesizer: Spannung zur Steuerung eines Schalterzustandes (Ein/Aus).
b) Elektronisches Tor (= Gate), das Spannungen nur unter gewissen Bedingungen durchlässt, z. B. wenn sie über dem eingestellten Pegel liegen (= Noise-Gate)

Gate-Time
Beim analogen Synthesizer: Dauer des Tastendrucks und somit der Zeit zwischen dem Ein- und dem Aus-Befehl.

Gated Reverb
Durch ein Noise-Gate abgeschnittener Hall, der vor allem bei Schlagzeug und spezielle bei der Snare zum Einsatz kommt. Die meisten Multieffektgeräte bieten mehrere, zum Teil programmierbare "Gated Reverbs" an.

General MIDI (GM)
Erweiterung des MIDI-Standards. Um die Bedienung von MIDI-Geräten zu erleichtern und erstmals eine Kompatibilität zu erreichen, die den problemlosen Austausch von MIDI-Files (also Sequenzer-Songs, die in einem bestimmten Format abgespeichert sind) ermöglicht, wurde 1991 von der MMA (= MIDI Manufacturers Association) der General-MIDI-Standard in Kraft gesetzt.
Trotz grosser Skepsis hat sich der GM-Standard etabliert.
Wesentliche Neuerungen waren unter anderem die feste Zuordnung von Klängen an die 128 Soundprogramme einer Bank, die fixe Zuordnung der Drumsounds an die Notennummern auf MIDI-Kanal 10 sowie die Festlegung der Oktavlagen, Pitchbend-Bereiche und Controller-Adressen.
Dass ein solch einschränkender Standard auch negative Auswirkungen hat, liegt auf der Hand: Viele der GM-Module klingen ähnlich, die Komposition verliert an Charakter und Ausdrucksmöglichkeit, diverse Klangmodule können die Vorzüge der speziellen Synthese nicht richtig zum Tragen bringen (und enthalten deshalb einen zusätzlichen GM-Mode, der vergleichsweise eher dürftig klingt).

Generator
Erzeuger, z. B. von Schwingungen (= Tongenerator, Oszillator), Hüllkurven (= Envelope Generator).

Generic-Editor
Der Wunsch nach einer einheitlichen Klang-Bearbeitung war schon immer vorhanden, ist jedoch wegen der enormen Konstruktionsunterschiede der verschiedenen Synthesearten nicht möglich.
Ein Teilschritt allerdings sind die Generic-Editoren in Klangbearbeitungsprogrammen (Sounddiver von Emagic oder Unisyn von MotU), die zumindest ein paar grundlegende Einstellungen in verschiedenen Klangerzeugern auf gleiche Art und Weise verändern.
Doch nach wie vor benötigt man für jeden Synthesizer ein spezielles Modul, will man grundlegende Soundveränderungen und -neugestaltungen vornehmen.

Geräuschspannungsabstand
> Störspannungsabstand.

Gesamtstimmung
Bei analogen Klangerzeugern war es schwierig, eine saubere Stimmung über die gesamte Tastatur aufrecht zu erhalten, war sie doch von der Bauteiletoleranz und der Umgebungstemperatur abhängig. Bei MIDI-fähigen Modellen veranlasste der Tune-Request den Abgleich der Oszillatoren. Digitale Instrumente hingegen sind stimmkonstant.

Gitarrensynthesizer
Ursprünglich wurde ein Gitarrensynthesizer über einen Pitch-to-MIDI-Converter von der Saitenschwingung gesteuert, doch da die Resultate nur in den seltensten Fällen befriedigten, setzte sich diese Technik nie richtig durch. > Guitar-to-MIDI-Converter.

Glide
Auch Portamento: Stufenloses Gleiten der Tonhöhe von einer gespielten Note zur anderen.

Glissando
Im Gegensatz zum stufenlosen Gleiten der Tonhöhe von einer gespielten Note zur anderen (= Portamento) ist das Glissando ein chromatisch abgestuftes Gleiten, wie es etwa auf einer Harfe gespielt werden kann.

Global
Eigentlich "weltweit", bei Synthesizern "für das gesamte Gerät zutreffend". Globale Einstellungen beziehen sich also auf Parameter, die das System betreffen. Darunter fallen die Gesamtstimmung, MIDI-Einstellungen usw.

GND
Bezeichnung für den Masse- bzw. Erdungsanschluss eines Gerätes (GND = Ground).

Graphischer Equalizer
Durch die Anordnung seiner Steuerelemente stellt der graphische EQ den veränderten Frequenzgang dar. Dieser Entzerrertyp arbeitet mit mehreren Bandpassfiltern mit festen Einsatzfrequenzen, die je über einen Schieberegler angehoben oder abgesenkt werden können. Graphische Equalizer werden vornehmlich für die Anpassung einer PA-Anlage an die räumlichen Besonderheiten oder für die Schlusskorrektur in einer Abmischung eingesetzt.

Grenzflächenmikrofon
Spezielle Mikrofonkonstruktion, die sich die (möglichst) grosse Fläche, auf die es gelegt wird (= Grenzfläche), zunutze macht und Bodenreflexionen vermeidet. Die Richtcharakteristik ist logischerweise eine Halbkugel.
Grenzflächenmikrofone werden oft für Flügelaufnahmen in stark reflektierenden Räumen (z. B. mit Holzboden) verwendet, doch sind sie auch beliebte Objekte für experimentierfreudige Toningenieure.

Grenzfrequenz
> Cutoff-Frequenz.

Grid-Editor
Im Software-Sequenzer: Spezielle Darstellung der Tonhöhe und Notenlänge, die ein graphisches Verändern (Editieren) zulässt. In Anlehnung an die mechanischen Klaviere der 1920er Jahre wird der Grid- (= Raster) Editor auch Piano-Roll-Editor genannt.

Groove-Quantisierung
Im Software-Sequenzer: Spezielles Quantisierungsverfahren, das sich an ein vorgegebenes Muster (Groove oder Groove Template) hält. Diese Vorgaben können entweder selbst programmiert oder übernommen werden. Eine Erweiterung der Groove-Quantisierung stellt die Möglichkeit dar, weitere Sequenzerspuren nach dem Rhythmusmuster einer bereits eingespielten Spur auszurichten.

Ground
> GND, > Masse.

Grouping
In Gruppen zusammenfassen. Grouping erleichtert die Bedienung etwa eines Mischpults: So können beispielsweise zehn Spuren einer Schlagzeugabnahme mit einem Submix (Grouping) auf zwei Stereokanäle reduziert werden. Dadurch läßt sich die Gesamtlautstärke des Schlagzeugs mit der Bewegung eines Doppelfaders verändern. Oder in einem Sequenzerprogramm können die Parameter diverser, meist in einem Ordner (Folder) zusammengefassten Spuren mit einem Klick verändert werden.

Grundton
Normalerweise die vom menschlicher Gehör als klar erkennbare Tonhöhe empfundene Schwingung (meist die Frequenz mit der grössten Amplitude). Alle übrigen Schwingungen des Klanges werden als subharmonische Bestandteile oder Obertöne bezeichnet.

Guitar-Chord
Im Software-Sequenzer mit Notensatz: Die Gitarren-Tabulatur ermöglicht die Darstellung der Akkorde als Fingersatz auf dem virtuellen Gitarrengriffbrett. Die Eingabe erfolgt je nach Software automatisch oder manuell.

Guitar-to-MIDI-Converter
Wandelt die Tonsignale einer Gitarre in MIDI-Noten um (Pitch, Velocity, Note on). Theoretisch lassen sich dadurch Gitarren als MIDI-Eingabegerät benutzen, doch sind trotz hochentwickelter Technik Guitar-to-MIDI-Converter nie zum Verkaufsschlager geworden, da sich die persönlichen Spielvorlieben all zu stark von der Norm unterscheiden und zu Fehlinterpretationen führen.
Erst Mitte der 1990er Jahre erhielten sie erneute Impulse durch eine Entwicklung der Firma Roland (in Zusammenarbeit mit Fender): der V-Guitar, der virtuellen Gitarre. Ziel der V-Guitar ist es nicht, beispielsweise einen Klarinettenklang über eine Gitarre anzusteuern, sondern vielmehr mit der persönlichen Lieblingsgitarre sämtliche nur erdenklichen Gitarrensounds zu synthetisieren.

Güte
Bezeichnet die Bandbreite des Frequenzbereichs, der von einem Equalizer oder Filter bearbeitet wurde. In der Klangsynthese auch Resonanz oder Q-Faktor (von engl.: quality)genannt.