Pythagoras fand am Einsaiter (monochord) heraus, dass eine Saite nicht nur als Ganze schwingt, sondern auch in ganzzahligen Teilen ihrer selbst (> Physik).
Die halb so lange Saiten schwingt mit doppelter Zahl (Oktav), die gedrittelte Saite mit dreifacher Grundfrequenz (Quint) und so weiter. Pythagoras war von den ganzzahligen Zusammenhängen zwischen Saitenlänge und Frequenz so fasziniert, dass er diese verborgenen Schwingungen „harmonisch“ nannte.
Jean Baptiste Joseph Fourier entwickelte Formeln, die es ermöglichten, Kanonen zu bauen, in denen trotz häufigen Schiessens die Hitze gut abgeleitet werden konnte.
Georg Simon Ohm war es dann, der diese Gleichungen auf den Klang anwandte. Das ist weniger bekannt als seine Gesetze über die Zusammenhänge zwischen Widerstand, Spannung und Stärke elektrischen Stroms.

Hermann Helmholtz schließlich baute im 19. Jahrhundert mit seinen „Resonatoren“ den ersten „Synthesizer“: Die hohlen Metallgebilde waren unterschiedlich groß. Er erregte einen großen Resonator und hielt sich einen kleineren ans Ohr. Schwang der kleinere mit, angeregt durch den größeren, war die Frequenz des kleineren Resonators ein Oberton, ein Bestandteil (Partialton) des großen. Die Analyse geschah durch das Ohr. Später verfeinerte Helmholtz sein System, indem er auf elektrisch angetriebene Stimmgabeln „umstieg“.
Thaddeus Cahill baute 1896 mit seinem “Telharmonium” den ersten elektrisch betriebenen Synthesizer auf Basis Additiver Synthese. Das Keyboard ging nur per Eisenbahnwaggons auf Tournee, wog es doch 200 Tonnen (amerikanische). Die energiereichen Klänge wurden ab 1907 über Draht in Restaurants etc, gegen Bezahlung weitergeleitet und störten das Telefonieren in großem Maße!
Herr Hammond sorgte schließlich mit seiner gleichnamigen Orgel dafür, das Elektrophone in Pop- und Jazzmusik einen ungeheuren Auftrieb bekamen. Aber das, was wir gern Syntheseklänge nennen, war es nicht, die Klänge waren zu statisch.